Dienstag, 2. Februar 2010

02.02.2010 - Urlaub II - Brisbane

Brisbane
oder
Weihnachten in Australien


Ein riesengroßes SORRY, dass es so lange gedauert hat, aber hier kommt nun endlich die Fortsetzung :)

1.Tag in Brisbane:
Nach einer unglaublich heißen, zwei stündigen Zugfahrt, kamen wir am gegen Mittag des 23.12. in Brisbane an. Nachdem wir an der Central Station ausgestiegen waren, lag noch ein kleiner (1 km) Fußweg zum Hotel vor uns. Das sportliche daran: es ging nur bergauf und wir hatten jeder einen 15-20kg Rucksack dabei. Habe ich vergessen zu erwähnen, dass es heiß war (30 Grad mindestens)??


Die Lage des Hotels war trotz Anstrengung großartig: Das 'Medina Executive Brisbane' lag direkt an der berühmten StoryBridge! Nach dem Einchecken machten wir uns auf den Weg in die Innenstadt. Wir gingen auf einem 'Holzweg' am Fluss entlang, nach Süden. Obwohl das Wetter nicht so grandios war, war die Aussicht auf Brisbanes Skyline wunderschön.



In der Stadt kümmerten wir uns hauptsächlich um unseren bevorstehenden Fraser-Island-Trip, den wir bisher noch nicht gebucht hatten. Wir fanden ein kleines, von einer Hostel-Kette geführtes Reisebüro, wo wir die gewünschte Self-Drive-Tour auf Fraser organisieren konnten. (Mehr zum Fraser-Trip dann im ensprechenden Blog-Eintrag)



Als alles gebucht und erledigt war, beendeten wir den Tag in einem Asia-Noodles-Fast-Food-Restaurant, wo Frank endlich mit seinen geliebten Stäbchen essen konnte - ganz traditionell aus einer Pappschachtel. Anschließend ging es über den Holzweg nach Hause und ins Bett!



2.Tag in Brisbane:
Der 24.12.2009, Weihnachten, begann mit einer Überraschung: Es gab keinen Toaster. An alle die noch nie ungetoasteten Toast mit Erdnussbutter und Marmelade gegessen haben: Probiert es nicht, es schmeckt schlecht ;)


Nach unserem Weihnachtsfrühstück nahmen wir uns nun Brisbane vor, da wir am Vortag ja nicht allzu viel von der Stadt gesehen hatten. Mal wieder auf dem Holzweg, gingen wir also Richtung Innenstadt. Wir wollten den kleinen Spaziergang auch direkt nutzen und uns nach einem romantischen Restaurant am Fluss umsehen, schließlich war ja Weihnachten.
Zuerst kamen wir an einem riesigen Dampfer vorbei, der für den "unwichtigen Vorweihnachtsabend" (gemeint ist schon der 24.12. der hier aber nicht groß gefeiert wird, wie uns der Reiseführer auf den Insider-Seiten erklärte) ein spezielles Dampfschiffdinner anbot. So ein Candle-Light-Dinner auf einem Schiff an Weihnachten wäre ja auch mal etwas ganz besonderes, dachten wir uns, und hurra, die Freude war groß als wir von der Frau am Ticketschalter erfuhren, dass es so kurz vor knapp noch viele freie Plätze gab! Nachdem sie uns dann den Preis genannt hatte, wussten wir auch warum...
Wir gingen also weiter.
Gleich darauf fiel uns ein wunderschönes, kleines Restaurant, direkt am Fluss auf. Wir gingen durch den flussseitigen Hintereingang hinein. Innen fand gerade ein festlicher Brunch statt. Wir entdeckten eine sehr ansprechend klingende Menü-Karte für den Abend, jedoch ohne Preis darauf, und verließen das Restaurant schnell wieder, diesmal durch den Haupteingang, um nicht zu stören. Während wir noch überlegten wo und wen wir nach dem Preis für das Menü fragen konnten, sahen wir auf dem Parkplatz vor dem Restaurant ein paar nette Kleinwägen stehen: einen BMW M3, einen Audi R8, einen Aston Martin und einen Ferrari.
Wir bedauerten kurz den armen BMW M3 Fahrer, der als offensichtlich armer Schlucker in dem Restaurant sicherlich negativ auffiel, und gingen weiter, ohne zu fragen...
Wir wollten uns nun nicht mehr um das bevorstehende Abendessen kümmern, es kann ja schließlich nicht so schwer sein, abends etwas zu finden. Es feiert ja schließlich kein Mensch am 24.12. in Australien ;)




Unser nächstes Ziel war jetzt der Botanische Garten. Dort taten wir die üblichen Dinge, die man in einem Botanischen Garten eben tut.


Wir machten einen Größenvergleich,...


schauten einer Krähe und einem zu groß geratenem Eichhörnchen-Nagetier-Mix beim Spielen zu,...


posierten unter einem schönen Busch,...



fotografierten ein wichtiges Gebäude, das im Park versteckt lag,...



und ein unwichtiges Gebäude mit Palmen auf dem Dach,...



staunten über einen monströs großen Baum (ja, ich bin auch auf einem der Bilder),...



und machten Landschaftsfotografien, weil es dort einfach schön war.


Und dann verließen wir den Park ganz im Süden, überquerten den Fluss (ja, es gibt dort eine Brücke, siehe Karte am Anfang) und gingen zur South Bank. Was wir nicht wussten: die Southbank ist Brisbanes großes Erholungsgebiet für die Städter. Ein großes Gelände, das vielfältig gestaltet wurde, Stand und Pools für Groß und Klein enthält, und keinen Eintritt kostet. Die Idee ist einfach genial und wunderbar umgesetzt, das fehlt in München noch :)


Von der South Bank gingen wir weiter Richtung Norden. Wir entdeckten eine London-Eye-Kopie (das berühmte Riesenrad in London), setzten ein Zeichen gegen den Tourismus und kauften kein teures Ticket. Da wir so auch nicht anstehen mussten, besuchten wir in der gewonnenen Zeit eine Kostümausstellung mit berühmten Kostümen aus Oper und Ballett, die nicht nur schön sondern auch leer (touristenfrei) und umsonst war. Ein Foto haben wir, Zeichen hin oder her, natürlich trotzdem gemacht, wir sind ja schließlich doch nur Touristen ;)


Unsere letzte Station war die 'Old Windmill', direkt im Westen der Central Station. Diese alte Mühle wurde 1824 gebaut und ist das älteste Gebäude in ganz Queensland.



Wir entschieden, dass das genug Kultur für Weihnachten war und gingen wieder ins Zentrum zurück. Dort kamen wir auf die unglaublich weihnachtliche Idee ins Kino zu gehen und uns Avatar in 3D anzuschauen. Nachdem wir die Karten besorgt hatten, hatten wir bis zur 18 Uhr Vorstellung noch 45 min Zeit. Unter dem Kino war praktischerweise eine Spielhölle, wo wir wie wild auf Schweinchen hämmerten, Bälle versenkten, UFOs abschossen, usw. Wir kämpften hart und gewannen über 70 Gewinn-Tickets (alle einzeln und fein säuberlich von den Spielautomaten ausgedruckt), die wir am Ende gegen 12 Bonbons eintauschen konnten. Der Film anschließend war fantastisch, und durch die Bonbons wurde das ganze sogar zu einem 4D-Erlebnis ;)
Nach dem Kino gings zuerst zurück zum Hotel, etwas frisch machen und schicker anziehen. Denn jetzt wollten wir das Abendessen in Angriff nehmen. Um kurz nach 22 Uhr verließen wir das Hotel Richtung Norden, da dort noch ein nettes Viertel sein sollte. Nach nur 10 min gehen standen wir vor einer knallbunt erleuchteten Straße mit viel Lärm, Party und Menschen.
Wir gingen in das erste Restaurant hinein, das wir nett fanden. Ein Steak-Restaurant. Gleich kam eine Kellnerin auf uns zugerannt und versuchte uns wild gestikulierend zu erklären, dass heute Spezial-Tag sei und alle Steak-Gerichte nur $10 statt $30 kosteten, weil nicht so viele Gäste am 24.12. erwartet wurden. Das war natürlich ein schlagendes Argument um zu bleiben.
Und so kam es, dass wir am Ende doch noch ein schickes, herrvoragendes und wunderbar romantisches Candle-Light-Dinner hatten :)

Brisbane Ende.
Am nächsen Morgen brachen wir schon Richtug Harvey Bay auf, von wo aus der Fraser-Island Trip losgehen sollte. Doch dazu dann mehr im nächsten Eintrag!

Bis dann und liebe Grüße aus Australien!
eure Caro

Donnerstag, 7. Januar 2010

07.01.2010 - Urlaub I - Melbourne und Gold Coast

Wie alles begann
oder
Melbourne - Teil 1

Am Sonntag den 20.12.2009 war es endlich soweit: ich fuhr in der Früh zum Flughafen um meinen Frank abzuholen. Da der Melbourne Airport nicht direkt ans Tramsnetz von Melbourne angeschlossen ist, ist die Fahrt zum Flughafen jedesmal ein Herum-Gegondele erster Güte. Von meiner Wohnung im Norden der Stadt muss man zuerst einmal mit Tram oder Zug in den Süden zur Southern Cross Station fahren (20 - 30 min, $ 3.80 ) und von dort dann den Skybus nehmen, der zum Flughafen, widerum im Norden (30 min, $ 16) fährt. Was für ein Spaß ;)



Wer kennt es nicht: wenn man auf jemanden sehnsüchtig am Flughafen wartet, dann kommt dieser Jemand garantiert als letztes aus der Gepäckhalle. So natürlich auch hier: Die Grenzschutzbeamten hatten nämlich noch ein paar Fragen zu den landessicherheitsgefährdenden Plätzchen in Franks Gepäck. Als deren Herkunft geklärt und Australien wieder in Sicherheit war, durfte mein lang ersehnter Freund endlich durch die Tür ins Freie. Nach dem kurzen Umweg über die Innenstadt (die lange Bus- und Tramfahrt überbrückten wir mühelos indem ich Frank dazu brachte das rechteckige Straßenmuster von Melbournes Zentrum auswendig zu lernen), kamen wir dann auch irgendwann gegen Mittag bei mir an, und unser erster Tag in Melbourne konnte beginnen.
Zuerst zum Victoria Market den Touri-Ramsch ansehen, dann auf die Swanston und Bourke Street um noch wichtige Reisutensilien (FlipFlops, Geldbeutel, Sonnencreme...) einzukaufen. Das vorweihnachtliche Stadtbild war geprägt von behängten Plastik-Christbäumen am Straßenrand und Glitzersternchen die Kettenweise über den Straßen hingen, wärend darunter hunderte von Menschen in Miniröcken und FlipFlops mit Weihnachtseinkäufen beschäftigt waren.
Später trafen wir uns noch mit Maika und deren Freund auf einen Kaffee. Das Café hatte auch eine Kuchentheke, uns als Maika und ich die bestellten Kaffees holten, entdeckten wir eine Erdbeersahnetorte die lecker gewesen wäre, hätten nicht zwei völlig verschimmelte und verfaulte Erdbeeren oben auf gethront. Angewidert erzählten wir den Jungs am Tisch davon und mussten gleich darauf mitansehen, wie zwei große Stücke von eben dieser Torte aufgeschnitten und auf Teller gelegt wurden. Da verschimmelte, fast schwarze Erdbeeren auf Torten nicht hübsch aussehen, bedeckte die brave Kellnerin die beiden Stücke noch mit einer gigantischen Menge Schlagsahne, bevor sie sie servierte. Hmmm... Lecker... Kann ich auch eins haben??
Nach diesem Cafébesuch machten wir uns auch wieder auf den Heimweg (es war bereits Ab end), da wir ja noch für den großen Urlaub packen mussten. Zumindest hatte Frank schon mal einen kleinen Eindruck von Melbourne gewinnen können...

Es geht endlich los
oder

Gold Coast - Teil 1


Montag Morgen, 21.12.2009, 3.30 Uhr Morgens: Der Wecker klingelte. Ja, da seht ihr mal, wer günstig fliegen will, der muss aufstehen können ;) Schnell fertig gemacht, gefrühstückt und aufgeräumt, abgesperrt und um 4.15 Uhr raus zur Tür, das Taxi wartete schon. 20 min später und in Summe nur $40 ärmer (also gleich teuer wie die Gondel-Variante), waren wir am Terminal von JetStar. Nach zwei Stunden Flug, aber nur eine Stunde später, dank der Zeitverschiebung, landeten wir um 8:45 Uhr am Gold Coast Airport. Von dort aus gings mit dem Taxi zu unserem Hotel: Das Mantra Phoenician am Broadbeach.



Als wir unser Apartement betraten, staunten wir nicht schlecht: eine riesen Suite mit getrenntem Schlafzimmer, Wohnzimmer, Bad und Küche, ein Essbereich und ein großer Balkon mit schönem Ausblick über die Gold Coast.


Außerdem gab es noch mehrere Pools (outdoor und indoor), Sauna, Whirlpool, Barbecue Grills, .... ein Traum!



Nachdem wir uns in unserem Appartement breit gemacht hatten, erkundeten wir das Hotel und die Umgebung. Praktischerweise war gleich ein riesiges Shopping Plaza um die Ecke. Wir kauften uns ein Subway Sandwich und gingen zum Strand.
Das Essen gestaltete sich allerding schwierig, weil der Wind so extrem stark war. Alles flog uns um die Ohren. Praktischerweise hatte ich einen langen weißen Rock an, da kamen die Flecken besonders gut zur Geltung! Aber alles kein Problem, die Suite hatte schließlich Waschmaschine und Waschmittel bereit gestellt. Den Rest des Tages verbrachten wir dann im Meer oder lagen in der Sonne. Die Sonne ist hier so stark, dass man es richtig in Echtzeit merkt, wenn die Haut verbrennt... Ich sah am Abend aus wie ein Krebs (nach allerhöchstens 20 min in der prallen Sonne, mit LSV 30 eingeschmiert), aber ich hatte was gelernt :)
Dann kauften wir uns viele viele Garnelen und Kartoffeln und kochten uns ein himmlisches Dinner: Garnelen in Knoblauch-Öl, mit Ofenkartoffeln an Knoblauch und Rosmarien. Dazu einen eiskalten Weißwein und die frische Brise der Nacht auf unserem Balkon. Das war einer meiner Lieblingsabende des ganzen Urlaubs!


Tag Zwei, Dienstag der 22.12.2009, begann mit einem ausführlichen Toast-Frühstück mit frischem Saft und Obst (es gab sogar einen Toaster im Zimmer, der würde uns später noch arg fehlen...). Nachdem wir beide ordentlich sonnenverbrannt waren, nahmen wir das eincremen etwas ernster, wir hatten ja schließlich noch einen langen Urlaub vor uns ;) Danach gings wieder zum Strand. Wir liehen uns zwei Boogieboards und schmissen uns in die wahnsinns Surferwellen. Ein paarmal war ich nicht weit vom Ertrinken entfernt, gefühlsmäßig zumindest, aber Unkraut vergeht nicht ;) Die Wellen waren unglaublich hoch und wuchtig, sowas hatte ich noch nie vorher gesehen. Das "Surfers Paradise" machte seinem Namen alle Ehre! Frank sprang einmal in einem so perfekten Moment aufs Board, dass er den ganzen Weg zum Strand auf der Welle ritt. Einer seiner Lieblingsmomente im Urlaub. Leider verging der Tag so viel zu schnell. Wir mussten die Boards schon um 15.00 Uhr zurück geben, weshalb wir uns dann zurück zum Hotel trollten und den Rest des Nachmittags im Whirlpool und in der Sauna oder im Pool verbrachten.
Unser zweites und letztes Abendessen in diesem Luxushotel war dann wieder phänomenal: Gegrille Spieße mit verschiedenen Marinaden mit Ofenkartoffeln und Rotwein.... Ich kriege schon Hunger wenn ich nur dran denke ;)

Das wars fürs erste von der Gold Coast. Am Mittwoch Morgen checkten wir aus, suchten uns einen Bus zum nächsten Bahnhof (Helensvale Railway Station) und nahmen den nächsten Zug nach Brisbane.



Soweit für heute, im nächsten Eintrag gehts weiter mit dem Reisebericht. Wenn ihr Verbesserungsvorschläge habt, lasst es mich wissen!

Viele liebe Grüße aus Down Under,
eure Caro