Donnerstag, 7. Januar 2010

07.01.2010 - Urlaub I - Melbourne und Gold Coast

Wie alles begann
oder
Melbourne - Teil 1

Am Sonntag den 20.12.2009 war es endlich soweit: ich fuhr in der Früh zum Flughafen um meinen Frank abzuholen. Da der Melbourne Airport nicht direkt ans Tramsnetz von Melbourne angeschlossen ist, ist die Fahrt zum Flughafen jedesmal ein Herum-Gegondele erster Güte. Von meiner Wohnung im Norden der Stadt muss man zuerst einmal mit Tram oder Zug in den Süden zur Southern Cross Station fahren (20 - 30 min, $ 3.80 ) und von dort dann den Skybus nehmen, der zum Flughafen, widerum im Norden (30 min, $ 16) fährt. Was für ein Spaß ;)



Wer kennt es nicht: wenn man auf jemanden sehnsüchtig am Flughafen wartet, dann kommt dieser Jemand garantiert als letztes aus der Gepäckhalle. So natürlich auch hier: Die Grenzschutzbeamten hatten nämlich noch ein paar Fragen zu den landessicherheitsgefährdenden Plätzchen in Franks Gepäck. Als deren Herkunft geklärt und Australien wieder in Sicherheit war, durfte mein lang ersehnter Freund endlich durch die Tür ins Freie. Nach dem kurzen Umweg über die Innenstadt (die lange Bus- und Tramfahrt überbrückten wir mühelos indem ich Frank dazu brachte das rechteckige Straßenmuster von Melbournes Zentrum auswendig zu lernen), kamen wir dann auch irgendwann gegen Mittag bei mir an, und unser erster Tag in Melbourne konnte beginnen.
Zuerst zum Victoria Market den Touri-Ramsch ansehen, dann auf die Swanston und Bourke Street um noch wichtige Reisutensilien (FlipFlops, Geldbeutel, Sonnencreme...) einzukaufen. Das vorweihnachtliche Stadtbild war geprägt von behängten Plastik-Christbäumen am Straßenrand und Glitzersternchen die Kettenweise über den Straßen hingen, wärend darunter hunderte von Menschen in Miniröcken und FlipFlops mit Weihnachtseinkäufen beschäftigt waren.
Später trafen wir uns noch mit Maika und deren Freund auf einen Kaffee. Das Café hatte auch eine Kuchentheke, uns als Maika und ich die bestellten Kaffees holten, entdeckten wir eine Erdbeersahnetorte die lecker gewesen wäre, hätten nicht zwei völlig verschimmelte und verfaulte Erdbeeren oben auf gethront. Angewidert erzählten wir den Jungs am Tisch davon und mussten gleich darauf mitansehen, wie zwei große Stücke von eben dieser Torte aufgeschnitten und auf Teller gelegt wurden. Da verschimmelte, fast schwarze Erdbeeren auf Torten nicht hübsch aussehen, bedeckte die brave Kellnerin die beiden Stücke noch mit einer gigantischen Menge Schlagsahne, bevor sie sie servierte. Hmmm... Lecker... Kann ich auch eins haben??
Nach diesem Cafébesuch machten wir uns auch wieder auf den Heimweg (es war bereits Ab end), da wir ja noch für den großen Urlaub packen mussten. Zumindest hatte Frank schon mal einen kleinen Eindruck von Melbourne gewinnen können...

Es geht endlich los
oder

Gold Coast - Teil 1


Montag Morgen, 21.12.2009, 3.30 Uhr Morgens: Der Wecker klingelte. Ja, da seht ihr mal, wer günstig fliegen will, der muss aufstehen können ;) Schnell fertig gemacht, gefrühstückt und aufgeräumt, abgesperrt und um 4.15 Uhr raus zur Tür, das Taxi wartete schon. 20 min später und in Summe nur $40 ärmer (also gleich teuer wie die Gondel-Variante), waren wir am Terminal von JetStar. Nach zwei Stunden Flug, aber nur eine Stunde später, dank der Zeitverschiebung, landeten wir um 8:45 Uhr am Gold Coast Airport. Von dort aus gings mit dem Taxi zu unserem Hotel: Das Mantra Phoenician am Broadbeach.



Als wir unser Apartement betraten, staunten wir nicht schlecht: eine riesen Suite mit getrenntem Schlafzimmer, Wohnzimmer, Bad und Küche, ein Essbereich und ein großer Balkon mit schönem Ausblick über die Gold Coast.


Außerdem gab es noch mehrere Pools (outdoor und indoor), Sauna, Whirlpool, Barbecue Grills, .... ein Traum!



Nachdem wir uns in unserem Appartement breit gemacht hatten, erkundeten wir das Hotel und die Umgebung. Praktischerweise war gleich ein riesiges Shopping Plaza um die Ecke. Wir kauften uns ein Subway Sandwich und gingen zum Strand.
Das Essen gestaltete sich allerding schwierig, weil der Wind so extrem stark war. Alles flog uns um die Ohren. Praktischerweise hatte ich einen langen weißen Rock an, da kamen die Flecken besonders gut zur Geltung! Aber alles kein Problem, die Suite hatte schließlich Waschmaschine und Waschmittel bereit gestellt. Den Rest des Tages verbrachten wir dann im Meer oder lagen in der Sonne. Die Sonne ist hier so stark, dass man es richtig in Echtzeit merkt, wenn die Haut verbrennt... Ich sah am Abend aus wie ein Krebs (nach allerhöchstens 20 min in der prallen Sonne, mit LSV 30 eingeschmiert), aber ich hatte was gelernt :)
Dann kauften wir uns viele viele Garnelen und Kartoffeln und kochten uns ein himmlisches Dinner: Garnelen in Knoblauch-Öl, mit Ofenkartoffeln an Knoblauch und Rosmarien. Dazu einen eiskalten Weißwein und die frische Brise der Nacht auf unserem Balkon. Das war einer meiner Lieblingsabende des ganzen Urlaubs!


Tag Zwei, Dienstag der 22.12.2009, begann mit einem ausführlichen Toast-Frühstück mit frischem Saft und Obst (es gab sogar einen Toaster im Zimmer, der würde uns später noch arg fehlen...). Nachdem wir beide ordentlich sonnenverbrannt waren, nahmen wir das eincremen etwas ernster, wir hatten ja schließlich noch einen langen Urlaub vor uns ;) Danach gings wieder zum Strand. Wir liehen uns zwei Boogieboards und schmissen uns in die wahnsinns Surferwellen. Ein paarmal war ich nicht weit vom Ertrinken entfernt, gefühlsmäßig zumindest, aber Unkraut vergeht nicht ;) Die Wellen waren unglaublich hoch und wuchtig, sowas hatte ich noch nie vorher gesehen. Das "Surfers Paradise" machte seinem Namen alle Ehre! Frank sprang einmal in einem so perfekten Moment aufs Board, dass er den ganzen Weg zum Strand auf der Welle ritt. Einer seiner Lieblingsmomente im Urlaub. Leider verging der Tag so viel zu schnell. Wir mussten die Boards schon um 15.00 Uhr zurück geben, weshalb wir uns dann zurück zum Hotel trollten und den Rest des Nachmittags im Whirlpool und in der Sauna oder im Pool verbrachten.
Unser zweites und letztes Abendessen in diesem Luxushotel war dann wieder phänomenal: Gegrille Spieße mit verschiedenen Marinaden mit Ofenkartoffeln und Rotwein.... Ich kriege schon Hunger wenn ich nur dran denke ;)

Das wars fürs erste von der Gold Coast. Am Mittwoch Morgen checkten wir aus, suchten uns einen Bus zum nächsten Bahnhof (Helensvale Railway Station) und nahmen den nächsten Zug nach Brisbane.



Soweit für heute, im nächsten Eintrag gehts weiter mit dem Reisebericht. Wenn ihr Verbesserungsvorschläge habt, lasst es mich wissen!

Viele liebe Grüße aus Down Under,
eure Caro

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